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Kritische Sicherheitslücke in ZOLL ePCR iOS-App gefährdet PHI und Telemetriedaten

2 Min. LesezeitQuelle: CISA Cybersecurity Advisories

CISA warnt vor einer kritischen Schwachstelle in der ZOLL ePCR iOS-App, die unbefugten Zugriff auf sensible Patientendaten und Telemetrieinformationen ermöglicht. Jetzt handeln!

Kritische Sicherheitslücke in der ZOLL ePCR iOS-Mobile-Anwendung

Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat eine kritische Sicherheitslücke in der ZOLL ePCR iOS Mobile Application offengelegt, die Angreifern unbefugten Zugriff auf geschützte Gesundheitsinformationen (PHI) und Geräte-Telemetriedaten ermöglichen könnte. Die Warnmeldung, veröffentlicht unter ICSMA-26-041-01, verdeutlicht die Risiken für Gesundheitsdienstleister, die betroffene Versionen der Anwendung nutzen.

Technische Details

Obwohl die CISA-Warnmeldung keine genauen Angaben zu den betroffenen Versionen oder der zugehörigen CVE-ID macht, bestätigt sie, dass eine erfolgreiche Ausnutzung der Schwachstelle zu folgenden Konsequenzen führen könnte:

  • Unbefugter Zugriff auf PHI, einschließlich Patientenakten und sensibler medizinischer Daten.
  • Offenlegung von Geräte-Telemetrie, was möglicherweise operative Metriken oder Systemkonfigurationen preisgibt.

Die Warnmeldung verweist auf ein Dokument im Common Security Advisory Framework (CSAF) für weitere technische Details, das hier verfügbar ist. Sicherheitsteams sollten dieses Dokument auf Indicators of Compromise (IOCs) und Maßnahmen zur Risikominderung prüfen.

Risikoanalyse

Gesundheitseinrichtungen, die die ZOLL ePCR iOS Mobile Application für die Notfall-Dokumentation von Patientenversorgung nutzen, sind erheblichen Risiken ausgesetzt:

  • Verstöße gegen Datenschutzbestimmungen: Unbefugter Zugriff auf PHI kann zu Verstößen gegen HIPAA oder andere regulatorische Vorgaben führen, was Bußgelder oder rechtliche Schritte nach sich ziehen kann.
  • Betriebliche Störungen: Kompromittierte Telemetriedaten könnten den Ablauf von Notfallmedizinischen Diensten (EMS) beeinträchtigen oder Schwachstellen in vernetzten Medizinprodukten aufdecken.
  • Reputationsschäden: Ein Datenleck könnte das Vertrauen von Patienten und Partnern untergraben und langfristige Geschäftsbeziehungen gefährden.

Empfehlungen

CISA fordert Gesundheitsdienstleister und Sicherheitsteams auf, folgende Schritte umzusetzen:

  1. CSAF-Dokument prüfen: Analysieren Sie die CSAF-Warnmeldung für technische Details und Anleitungen zur Risikominderung.
  2. Patches oder Workarounds anwenden: Sobald ZOLL Updates oder Abhilfemaßnahmen bereitstellt, sollten diese umgehend auf betroffene App-Versionen angewendet werden.
  3. Auf verdächtige Aktivitäten überwachen: Implementieren Sie Protokollierung und Überwachung, um unbefugte Zugriffsversuche oder Datenexfiltration zu erkennen.
  4. Zugriff einschränken: Begrenzen Sie App-Berechtigungen und Netzwerkzugriffe, um die Angriffsfläche bis zur Bereitstellung von Patches zu minimieren.
  5. ZOLL-Support kontaktieren: Wenden Sie sich an das Sicherheitsteam von ZOLL, um versionsspezifische Anleitungen oder temporäre Abhilfemaßnahmen zu erhalten.

Sicherheitsexperten sollten diese Schwachstelle aufgrund ihrer potenziellen Auswirkungen auf Patientenprivatsphäre und kritische Gesundheitsprozesse priorisieren. Weitere Updates werden erwartet, sobald CISA oder ZOLL zusätzliche Informationen veröffentlichen.


Weitere Informationen finden Sie in der CISA-Warnmeldung.

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