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Kritische Sicherheitslücken in Weintek cMT X Series HMI EasyWeb Service ermöglichen Privilegienerweiterung

2 Min. LesezeitQuelle: CISA Cybersecurity Advisories

CISA warnt vor kritischen Schwachstellen in Weintek cMT X Series HMI, die Angreifern Privilegienerweiterungen und volle Gerätekontrolle ermöglichen. Jetzt patchen!

Kritische Sicherheitslücken in Weintek cMT X Series HMI gefährden industrielle Steuerungssysteme

Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat mehrere kritische Sicherheitslücken im Weintek cMT X Series HMI EasyWeb Service veröffentlicht, die es Angreifern mit geringen Berechtigungen ermöglichen, ihre Privilegien zu erweitern und die volle Kontrolle über betroffene Geräte zu erlangen. Die Warnmeldung wurde als ICSA-26-022-05 veröffentlicht und unterstreicht die Risiken für Operational Technology (OT)-Umgebungen.

Technische Details

Die Schwachstellen betreffen folgende Versionen des Weintek cMT X Series HMI EasyWeb Service:

  • Alle Versionen vor v1.0.11.0 (exakte betroffene Versionen werden in der Warnmeldung nicht spezifiziert)

Obwohl die CISA-Warnmeldung keine konkreten CVE-IDs oder detaillierten technischen Mechanismen nennt, könnte eine erfolgreiche Ausnutzung der Lücken Angreifern ermöglichen:

  • Privilegienerweiterung von einem Benutzerkonto mit geringen Rechten
  • Volle administrative Kontrolle über das HMI-Gerät zu erlangen
  • Beliebige Befehle auszuführen oder industrielle Prozesse zu manipulieren

Weitere technische Details könnten im CSAF (Common Security Advisory Framework)-Dokument für Sicherheitsteams verfügbar sein.

Risikoanalyse

HMI (Human-Machine Interface)-Geräte sind kritische Komponenten in Industrial Control Systems (ICS) und werden häufig zur Überwachung und Steuerung physischer Prozesse in Branchen wie Fertigung, Energieversorgung und Wasseraufbereitung eingesetzt. Ein Kompromittierung dieser Geräte könnte zu folgenden Szenarien führen:

  • Unautorisierte Prozessmanipulation (z. B. Änderung von Produktionsparametern)
  • Betriebsstörungen (z. B. Abschaltungen oder Fehlfunktionen)
  • Laterale Bewegung in weiterführende OT-Netzwerke
  • Sicherheitsrisiken, insbesondere in sicherheitskritischen Umgebungen

Das Fehlen von Authentifizierungs- oder Autorisierungskontrollen in den betroffenen Versionen verschärft das Risiko, da Angreifer mit minimalem Zugriff diese Schwachstellen ohne fortgeschrittene Techniken ausnutzen könnten.

Empfehlungen

Die CISA fordert Unternehmen, die Weintek cMT X Series HMI-Geräte einsetzen, dringend auf:

  1. Patches sofort anwenden: Auf EasyWeb Service v1.0.11.0 oder neuer aktualisieren, um die Schwachstellen zu beheben.
  2. Netzwerkzugriff einschränken: HMI-Geräte von nicht vertrauenswürdigen Netzwerken – einschließlich des Internets – isolieren und OT-Netzwerke segmentieren, um laterale Bewegungen einzuschränken.
  3. Auf verdächtige Aktivitäten überwachen: Intrusion Detection Systems (IDS) einsetzen, um ungewöhnliche Privilegienerweiterungsversuche oder unautorisierten Zugriff zu erkennen.
  4. Benutzerberechtigungen prüfen: Konten mit geringen Berechtigungen überprüfen, um sicherzustellen, dass sie nur über die minimal notwendigen Zugriffsrechte verfügen.
  5. CSAF-Dokument konsultieren: Sicherheitsteams sollten das CSAF-Advisory auf zusätzliche technische Indikatoren oder Abhilfestrategien prüfen.

Weitere Informationen finden Sie in der CISA ICS-Warnmeldung (ICSA-26-022-05).

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