Kritische XXE-Schwachstelle in Lantronix Provisioning Manager 7.10.3 entdeckt
Sicherheitsforscher enthüllen eine schwere XXE-Schwachstelle in Lantronix Provisioning Manager 7.10.3, die Angreifern Zugriff auf sensible Daten ermöglicht. Erfahren Sie Details und Schutzmaßnahmen.
Kritische XXE-Sicherheitslücke in Lantronix Provisioning Manager
Sicherheitsforscher haben eine schwere XML External Entity (XXE)-Injektionsschwachstelle in Lantronix Provisioning Manager Version 7.10.3 entdeckt. Diese könnte Angreifern den Zugriff auf sensible Daten ermöglichen oder betroffene Systeme kompromittieren. Die Schwachstelle, dokumentiert unter Exploit-DB ID 52417, wurde über die Exploit Database offengelegt.
Technische Details der Schwachstelle
Die XXE-Sicherheitslücke (CWE-611) entsteht durch eine unzureichende Einschränkung von XML-External-Entity-Referenzen bei der Verarbeitung von Eingabedaten der Anwendung. Angreifer können diese Schwachstelle ausnutzen, indem sie speziell manipulierte XML-Eingaben übermitteln, was potenziell zu folgenden Szenarien führen kann:
- Unautorisierte Offenlegung von Dateien (z. B. Zugriff auf sensible Systemdateien)
- Server-Side Request Forgery (SSRF)-Angriffe
- Denial-of-Service (DoS)-Zustände durch Ressourcenerschöpfung
- Remote Code Execution (RCE) in bestimmten Konfigurationen
Die Schwachstelle betrifft Lantronix Provisioning Manager 7.10.3, eine weit verbreitete Plattform für das Management von Netzwerkgeräten, die für Provisioning, Überwachung und Wartung von IT-Infrastrukturen eingesetzt wird. Zum Zeitpunkt der Offenlegung wurde noch keine CVE-ID zugewiesen.
Auswirkungen und Risikobewertung
XXE-Schwachstellen sind besonders gefährlich, da sie das Umgehen von Authentifizierungsmechanismen ermöglichen und den Abfluss sensibler Daten begünstigen können. Im Fall des Lantronix Provisioning Managers könnte eine erfolgreiche Ausnutzung Angreifern Zugriff auf folgende Daten gewähren:
- Konfigurationsdateien, die Anmeldedaten oder Netzwerktopologie-Details enthalten
- Systemprotokolle mit betrieblichen Daten
- Interne APIs oder Backend-Dienste
Da die Plattform eine zentrale Rolle bei der Verwaltung kritischer Netzwerkgeräte spielt, stellt diese Schwachstelle ein hohes Risiko für Unternehmen dar, die Lantronix für die Automatisierung ihrer Infrastruktur nutzen.
Empfohlene Maßnahmen und Abhilfe
Lantronix hat bisher noch keinen offiziellen Patch für diese Schwachstelle veröffentlicht. Sicherheitsteams wird empfohlen, folgende Maßnahmen zu ergreifen:
- Zugriff einschränken: Gewähren Sie nur vertrauenswürdigen Netzwerken Zugang zur Provisioning-Manager-Oberfläche.
- XML-External-Entity-Verarbeitung deaktivieren: Falls möglich, deaktivieren Sie die Verarbeitung externer Entitäten im XML-Parser der Anwendung.
- Überwachung verdächtiger XML-Eingaben: Überprüfen Sie Protokolle auf verdächtige XML-Eingaben, insbesondere Anfragen mit
DOCTYPE-Deklarationen oder Referenzen auf externe Entitäten. - Netzwerksegmentierung anwenden: Begrenzen Sie laterale Bewegungen im Netzwerk, um die Auswirkungen einer möglichen Ausnutzung zu minimieren.
- Exploit-DB ID 52417 prüfen: Informieren Sie sich über technische Indikatoren für Kompromittierungen (IoCs) und Proof-of-Concept (PoC)-Details.
Organisationen, die Lantronix Provisioning Manager einsetzen, sollten dieser Schwachstelle Priorität einräumen und kompensierende Kontrollen implementieren, bis ein offizieller Fix verfügbar ist. Weitere Updates werden bereitgestellt, sobald sich die Situation entwickelt.