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Kritische SQL-Injection-Schwachstelle in FortiWeb Fabric Connector ermöglicht Remotecodeausführung (CVE ausstehend)

2 Min. LesezeitQuelle: Exploit Database

Sicherheitsforscher enthüllen eine kritische SQL-Injection-Lücke in FortiWeb Fabric Connector 7.6.x, die unauthentifizierten Angreifern Remotecodeausführung ermöglicht. Sofortmaßnahmen empfohlen.

Kritische SQL-Injection-Schwachstelle in FortiWeb Fabric Connector ermöglicht RCE

Sicherheitsforscher haben eine kritische, unauthentifizierte SQL-Injection-Schwachstelle (SQLi) in Fortinets FortiWeb Fabric Connector 7.6.x entdeckt, die es entfernten Angreifern ermöglichen könnte, beliebigen Code auf anfälligen Systemen auszuführen. Der Exploit, veröffentlicht auf der Exploit Database (EDB-ID 52473), zeigt, wie die Schwachstelle für eine Remotecodeausführung (RCE) ausgenutzt werden kann.

Technische Details

Die Schwachstelle betrifft FortiWeb Fabric Connector-Versionen 7.6.0 bis 7.6.4. Obwohl zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine CVE-Kennung vergeben wurde, zeigen die Exploit-Details Folgendes:

  • Angriffsvektor: Unauthentifizierte SQL-Injection über manipulierte HTTP-Anfragen
  • Auswirkung: Mögliche Remotecodeausführung mit SYSTEM-Rechten
  • Exploit-Pfad: SQLi → Command Injection → RCE
  • Betroffene Komponente: Webinterface des FortiWeb Fabric Connectors

Der Proof-of-Concept-Exploit demonstriert, wie Angreifer die Authentifizierung umgehen und schädliche SQL-Abfragen injizieren können, um die Kontrolle über das zugrundeliegende Windows-System zu erlangen. Sicherheitsverantwortliche sollten beachten, dass für eine erfolgreiche Ausnutzung Netzwerkzugriff auf das FortiWeb-Management-Interface erforderlich ist.

Risikoanalyse

Diese Schwachstelle birgt erhebliche Risiken für Organisationen, die betroffene FortiWeb-Versionen einsetzen:

  • Unauthentifizierter Zugriff: Angreifer können die Schwachstelle ohne gültige Anmeldedaten ausnutzen
  • Privilegienerweiterung: Potenzieller SYSTEM-Zugriff auf Windows-Deployments
  • Laterale Bewegung: Kompromittierte FortiWeb-Appliances könnten als Einstiegspunkt in interne Netzwerke dienen
  • Datenleck-Risiko: SQLi-Schwachstellen können sensible Konfigurationsdaten offenlegen

Fortinet hat bisher noch keinen offiziellen Patch oder eine Sicherheitswarnung für diese Schwachstelle veröffentlicht. Organisationen sollten die PSIRT-Advisories von Fortinet auf Updates überwachen.

Empfohlene Gegenmaßnahmen

Sicherheitsteams sollten folgende Maßnahmen ergreifen, während sie auf einen offiziellen Patch warten:

  1. Netzwerksegmentierung: Zugriff auf FortiWeb-Management-Interfaces auf vertrauenswürdige Netzwerke beschränken
  2. Web Application Firewall (WAF): WAF-Regeln einsetzen, um SQL-Injection-Versuche zu erkennen und zu blockieren
  3. Überwachung: Erweiterte Protokollierung für Zugriffe auf den FortiWeb Fabric Connector und SQL-Abfragemuster implementieren
  4. Temporäre Workarounds: Die Fabric Connector-Funktion deaktivieren, falls sie nicht kritisch für den Betrieb ist
  5. Schwachstellenscanning: Nach exponierten FortiWeb-Interfaces mit Tools wie Nessus oder Qualys scannen

Sicherheitsverantwortliche sollten alle Gegenmaßnahmen vor der Implementierung in Nicht-Produktionsumgebungen testen. Die Veröffentlichung des Exploits erhöht die Dringlichkeit für Organisationen, Schutzmaßnahmen zu ergreifen, da Angreifer möglicherweise bereits nach anfälligen Systemen suchen.

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