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Concrete CMS 9.4.3 anfällig für gespeicherte XSS-Angriffe (CVE ausstehend)

2 Min. LesezeitQuelle: Exploit Database

Sicherheitsforscher entdecken eine kritische gespeicherte XSS-Schwachstelle in Concrete CMS 9.4.3. Erfahren Sie, wie Angreifer schädlichen Code injizieren und welche Maßnahmen zum Schutz erforderlich sind.

Concrete CMS 9.4.3 von gespeicherter Cross-Site-Scripting-(XSS)-Schwachstelle betroffen

Sicherheitsforscher haben eine gespeicherte Cross-Site-Scripting-(XSS)-Schwachstelle in Concrete CMS Version 9.4.3 identifiziert, die es Angreifern ermöglichen könnte, schädliche Skripte im Kontext der Browsersitzung eines Opfers zu injizieren und auszuführen. Die Schwachstelle wurde über die Exploit Database offengelegt, hat jedoch zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch keine CVE-ID erhalten.

Technische Details

Die Schwachstelle resultiert aus unzureichender Eingabevalidierung und Ausgabekodierung in Concrete CMS, wodurch Angreifer beliebigen JavaScript-Code in Webseiten einbetten können. Wenn ein Benutzer eine kompromittierte Seite aufruft, wird das schädliche Skript in seinem Browser ausgeführt, was potenziell zu folgenden Szenarien führen kann:

  • Sitzungsübernahme (Diebstahl von Authentifizierungs-Cookies)
  • Kontenübernahme (durch Ernten von Anmeldedaten oder erzwungene Aktionen)
  • Defacement oder Umleitung zu Phishing- oder Malware-Seiten
  • Weiterverbreitung von Angriffen (z. B. Ausnutzung von Browser-Schwachstellen)

Für den Exploit ist authentifizierter Zugriff auf das CMS erforderlich, wobei Forscher darauf hinweisen, dass Rollen mit geringen Privilegien (z. B. Mitwirkende) für die Ausnutzung ausreichen könnten. Einzelheiten zum spezifischen Angriffsvektor bleiben begrenzt, bis ein Patch des Anbieters verfügbar ist.

Auswirkungsanalyse

Gespeicherte XSS-Schwachstellen sind aufgrund ihres persistenten Charakters besonders schwerwiegend – schädliche Skripte bleiben in der Anwendung eingebettet, bis sie manuell entfernt werden. Organisationen, die Concrete CMS 9.4.3 verwenden, sind folgenden Risiken ausgesetzt:

  • Datenlecks durch gestohlene Sitzungstoken oder Anmeldedaten.
  • Reputationsschäden durch manipulierte Webseiten oder nicht autorisierte Inhalte.
  • Compliance-Verstöße (z. B. DSGVO, PCI DSS), falls Benutzerdaten kompromittiert werden.

Abhilfemaßnahmen und Empfehlungen

Da noch kein Patch verfügbar ist, sollten Sicherheitsteams folgende Maßnahmen ergreifen:

  1. CMS-Zugriff einschränken: Nutzerrollen nach dem Prinzip der geringsten Privilegien begrenzen, insbesondere für Mitwirkende und Redakteure.
  2. Eingabebereinigung: Eine Web Application Firewall (WAF) einsetzen, um schädliche Payloads zu filtern, die auf XSS-Vektoren abzielen.
  3. Überwachung: CMS-Protokolle auf ungewöhnliche Aktivitäten wie unerwartete Skriptinjektionen oder nicht autorisierte Inhaltsänderungen prüfen.
  4. Schulung der Benutzer: Mitarbeiter über das Erkennen von Phishing-Versuchen aufklären, die XSS-Schwachstellen ausnutzen könnten, um Anmeldedaten zu erbeuten.
  5. Upgrade-Pfad: Die Sicherheitshinweise von Concrete CMS überwachen und offizielle Patches sofort nach Veröffentlichung anwenden.

Sicherheitsexperten wird empfohlen, den Exploit-DB-Proof-of-Concept auf technische Indikatoren für Kompromittierungen (IoCs) zu überprüfen. Weitere Updates werden bereitgestellt, sobald der Anbieter einen Fix veröffentlicht.

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