CERT-Hinweise

Kritische Schwachstelle in Schneider Electric EcoStruxure Power Build Rapsody entdeckt

2 Min. LesezeitQuelle: CISA Cybersecurity Advisories

CISA warnt vor einer kritischen RCE-Schwachstelle in Schneider Electrics EcoStruxure Power Build Rapsody (vor v2.1.13). Jetzt Patch einspielen und Systeme schützen.

Kritische Schwachstelle in Schneider Electric EcoStruxure Power Build Rapsody offengelegt

Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) hat eine Warnmeldung zu einer kritischen Schwachstelle in der Software EcoStruxure Power Build Rapsody von Schneider Electric veröffentlicht. Die unter ICSA-26-015-10 geführte Sicherheitslücke betrifft Systeme, die für die Erstellung von Einliniendiagrammen und das Energiemanagement in industriellen Umgebungen eingesetzt werden.

Wichtige Details

  • Betroffenes Produkt: EcoStruxure Power Build Rapsody (alle Versionen vor v2.1.13)
  • Schwachstellentyp: Remote Code Execution (RCE)
  • Schweregrad: Hoch (CVSS-Score steht noch aus; genaue Details im CSAF-Advisory)
  • Veröffentlichungsdatum: 15. Januar 2026
  • Verfügbarkeit eines Patches: Schneider Electric hat Version 2.1.13 zur Behebung des Problems veröffentlicht

Technische Übersicht

Die Schwachstelle resultiert aus einer unzureichenden Eingabevalidierung bei der Verarbeitung von Projektdateien durch die Software. Ein Angreifer könnte diese Lücke ausnutzen, indem er eine manipulierte Datei erstellt, die bei Öffnung durch einen Benutzer beliebigen Code mit den Rechten der betroffenen Anwendung ausführt. Dies birgt erhebliche Risiken in Operational Technology (OT)-Umgebungen, in denen EcoStruxure Power Build Rapsody für die Planung und Verwaltung von Energiesystemen eingesetzt wird.

Obwohl die CISA in der ersten Warnmeldung keine spezifische CVE-ID angegeben hat, enthält das CSAF-Dokument (Common Security Advisory Framework) vollständige technische Details, einschließlich möglicher Exploits und Maßnahmen zur Risikominderung.

Auswirkungsanalyse

  • Remote-Exploitation: Angreifer könnten die Kontrolle über betroffene Systeme erlangen, ohne physischen Zugriff zu benötigen, was zu Störungen kritischer Energieinfrastrukturen führen könnte.
  • Privilegienerweiterung: Eine erfolgreiche Ausnutzung könnte Angreifern ermöglichen, ihre Rechte zu erweitern und so zu einer umfassenderen Kompromittierung des Netzwerks führen.
  • Risiken für OT-Umgebungen: Da die Software in industriellen Energiesystemen eingesetzt wird, könnte eine Ausnutzung zu Betriebsunterbrechungen, Sicherheitsrisiken oder Datenlecks führen.

Empfehlungen

  1. Sofortige Patch-Installation: Organisationen, die EcoStruxure Power Build Rapsody nutzen, sollten umgehend auf Version 2.1.13 aktualisieren.
  2. Dateivalidierung: Das Öffnen nicht vertrauenswürdiger Projektdateien sollte bis zur Installation des Patches unterbunden werden.
  3. Netzwerksegmentierung: Systeme, auf denen die betroffene Software läuft, sollten vom restlichen IT-Netzwerk isoliert werden, um laterale Bewegungen einzuschränken.
  4. Überwachung: Erhöhte Protokollierung und Anomalieerkennung sollten für verdächtige Aktivitäten im Zusammenhang mit der Anwendung implementiert werden.
  5. CSAF-Advisory prüfen: Sicherheitsteams sollten das vollständige CSAF-Dokument für weitere technische Anleitungen analysieren.

Die CISA fordert Nutzer und Administratoren auf, Exploit-Versuche oder Schwachstellen über ihr Meldeportal zu melden.

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