CERT-Hinweise

Schneider Electric behebt Intel-CPU-Sicherheitslücke in EcoStruxure Foxboro DCS-Systemen

2 Min. LesezeitQuelle: CISA Cybersecurity Advisories

Schneider Electric reagiert auf eine Intel-Prozessor-Schwachstelle in EcoStruxure Foxboro DCS-Systemen. Erfahren Sie Details zu Risiken, Auswirkungen und Empfehlungen für OT-Umgebungen.

Schneider Electric reagiert auf Intel-CPU-Sicherheitslücke in Foxboro DCS-Systemen

Schneider Electric hat eine Sicherheitslücke in Intel-Prozessoren bestätigt, die das EcoStruxure™ Foxboro Distributed Control System (DCS) betrifft – ehemals bekannt als Foxboro Evo Process Automation System und I/A Series. Die von Intel offengelegte Schwachstelle wurde am 20. Januar 2026 in einem CISA-Advisory (ICSA-26-020-01) veröffentlicht und betrifft operative Technologieumgebungen (OT).

Technische Details

Die Schwachstelle resultiert aus einem Hardware-Problem in Intel-CPUs, das Angreifern ermöglichen könnte, spekulative Ausführungs-Seitenkanal-Techniken auszunutzen. Obwohl im Advisory keine spezifischen CVE-IDs genannt wurden, steht die Lücke wahrscheinlich im Zusammenhang mit bereits dokumentierten Intel-CPU-Schwachstellen, die die spekulative Ausführung betreffen, wie Meltdown, Spectre oder neuere Varianten.

Das EcoStruxure Foxboro DCS wird häufig in industriellen Steuerungssystemen (ICS) für die Prozessautomatisierung in Branchen wie Energie, Fertigung und kritischer Infrastruktur eingesetzt. Das Advisory betont, dass eine erfolgreiche Ausnutzung zu Informationspreisgabe, Privilegieneskalation oder Systeminstabilität in betroffenen Umgebungen führen könnte.

Risikoanalyse

Die Schwachstelle stellt ein erhebliches Risiko für OT-Betreiber dar, die auf das Foxboro DCS von Schneider Electric für die Prozesssteuerung angewiesen sind. Mögliche Folgen sind:

  • Unautorisierter Zugriff auf sensible Prozessdaten
  • Störung industrieller Abläufe durch Systemabstürze oder Manipulation
  • Laterale Bewegung innerhalb von OT-Netzwerken, wenn die Lücke mit anderen Exploits kombiniert wird

Angesichts der kritischen Rolle von DCS-Systemen in industriellen Umgebungen könnten selbst teilweise Ausnutzungen kaskadierende Auswirkungen auf Produktion, Sicherheit und Compliance haben.

Empfehlungen

Schneider Electric und CISA fordern betroffene Organisationen auf:

  1. Das CSAF-Dokument für detaillierte Anleitungen zur Risikominderung zu prüfen.
  2. Intel-Microcode-Updates und Firmware-Patches anzuwenden, sobald diese verfügbar sind.
  3. Netzwerksegmentierung umzusetzen, um die Exposition von DCS-Systemen zu begrenzen.
  4. OT-Umgebungen auf ungewöhnliche Aktivitäten zu überwachen, insbesondere CPU-bezogene Anomalien.
  5. Die Updates auf dem Produktsicherheitsportal von Schneider Electric zu verfolgen.

OT-Betreiber sollten dieser Schwachstelle Priorität einräumen, da Angriffe mit geringer Komplexität möglich sind, die spekulative Ausführungslücken ausnutzen. Weitere Details zu betroffenen Versionen und Maßnahmen zur Risikominderung werden in einem bevorstehenden Sicherheitsbulletin von Schneider Electric erwartet.

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