CERT-Hinweise

Kritische Schwachstellen in Mitsubishi Electric-Produkten gefährden industrielle Systeme

2 Min. LesezeitQuelle: INCIBE-CERT

INCIBE warnt vor schwerwiegenden Sicherheitslücken in Mitsubishi Electric-Steuerungen (GX Works3, MELSEC iQ-R/F). Risiken: Remote-Code-Ausführung, DoS-Angriffe, unbefugter Zugriff. Sofort patchen!

Mitsubishi Electric-Produkte von mehreren kritischen Schwachstellen betroffen

Madrid, Spanien – 8. Januar 2026 – Das spanische Nationale Institut für Cybersicherheit (INCIBE) hat eine dringende Warnmeldung zu mehreren Sicherheitslücken in industriellen Automatisierungsprodukten von Mitsubishi Electric veröffentlicht. Bei Ausnutzung dieser Schwachstellen könnten Angreifer Remote Code Execution (RCE), Denial-of-Service (DoS)-Angriffe oder unbefugten Zugriff auf Operational Technology (OT)-Systeme ermöglichen.

Technische Details der Schwachstellen

Die Sicherheitslücken betreffen mehrere Mitsubishi Electric-Produkte, darunter:

  • GX Works3 (CVE-2026-XXXX, CVE-2026-XXXX)
  • MELSEC iQ-R Series (CVE-2026-XXXX)
  • MELSEC iQ-F Series (CVE-2026-XXXX)

Wichtige technische Details:

  • CVE-2026-XXXX (CVSS 9.8): Eine Pufferüberlauf-Schwachstelle in GX Works3 könnte Angreifern die Ausführung von beliebigem Code ohne Authentifizierung ermöglichen.
  • CVE-2026-XXXX (CVSS 8.6): Eine fehlerhafte Eingabevalidierung in der MELSEC iQ-R Series kann zu einem DoS-Zustand führen und industrielle Prozesse stören.
  • CVE-2026-XXXX (CVSS 7.5): Eine Authentifizierungsumgehung in der MELSEC iQ-F Series könnte unbefugten Zugriff auf sensible Konfigurationen erlauben.

Die Schwachstellen resultieren aus fehlerhafter Eingabevalidierung, Speicherkorruption und schwachen Authentifizierungsmechanismen in der betroffenen Software und Firmware.

Auswirkungsanalyse

Die Ausnutzung dieser Schwachstellen birgt erhebliche Risiken für industrielle Umgebungen, darunter:

  • Betriebsunterbrechungen: Erfolgreiche DoS-Angriffe könnten kritische Fertigungs- oder Infrastrukturprozesse zum Stillstand bringen.
  • Unbefugte Steuerung: RCE-Schwachstellen könnten Angreifern die Manipulation industrieller Geräte ermöglichen, was zu Sicherheitsrisiken oder Produktionssabotage führen kann.
  • Datenklau: Authentifizierungsumgehungen könnten sensible OT-Konfigurationen oder proprietäre Industriedaten offenlegen.

Da Mitsubishi Electric-Produkte in Branchen wie Fertigung, Energieversorgung und Wasseraufbereitung weit verbreitet sind, könnten diese Schwachstellen kaskadierende Auswirkungen auf Lieferketten und kritische Infrastrukturen haben.

Empfehlungen zur Risikominderung

INCIBE und Mitsubishi Electric fordern Unternehmen zu sofortigen Maßnahmen auf:

  1. Patches anwenden: Aktualisieren Sie betroffene Produkte auf die neuesten Firmware-Versionen, die von Mitsubishi Electric bereitgestellt werden. Patch-Links finden Sie in der offiziellen INCIBE-Warnmeldung.
  2. Netzwerksegmentierung: Isolieren Sie OT-Systeme von Unternehmensnetzwerken und dem Internet, um die Angriffsfläche zu minimieren.
  3. Überwachung auf Exploits: Setzen Sie Intrusion Detection/Prevention-Systeme (IDS/IPS) ein, um anomalen Datenverkehr auf betroffene Geräte zu erkennen.
  4. Prinzip der geringsten Privilegien: Beschränken Sie Benutzerrechte, um potenzielle Schäden durch Authentifizierungsumgehungen zu begrenzen.
  5. Incident-Response-Planung: Bereiten Sie sich auf mögliche Sicherheitsvorfälle vor, indem Sie OT-spezifische Incident-Response-Protokolle überprüfen und aktualisieren.

Dies ist eine sich entwickelnde Situation. Aktualisierungen folgen, sobald weitere Informationen verfügbar sind.

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