Microsoft setzt Ende 2027 für Exchange Online EWS-API – Migration zu Microsoft Graph
Microsoft beendet die Exchange Web Services (EWS)-API für Exchange Online im April 2027. Unternehmen müssen auf Microsoft Graph umsteigen, um Sicherheit und Funktionalität zu gewährleisten.
Microsoft stellt Exchange Web Services-API für Exchange Online 2027 ein
Microsoft hat angekündigt, die Exchange Web Services (EWS)-API für Exchange Online im April 2027 nach fast zwei Jahrzehnten Nutzung außer Betrieb zu nehmen. Diese Entscheidung unterstreicht den Fokus des Unternehmens auf die Modernisierung seiner cloudbasierten Kommunikations- und Kollaborationsplattformen.
Wichtige Details
- Zeitplan für die Abschaltung: Microsoft wird die EWS-API für Exchange Online im April 2027 vollständig außer Betrieb nehmen. Danach wird es keine weiteren Updates oder Support mehr geben.
- Geltungsbereich: Die Abschaltung betrifft ausschließlich Exchange Online; lokale Exchange Server-Installationen unterstützen EWS weiterhin.
- Ersatz: Microsoft empfiehlt die Migration zur Microsoft Graph API, die verbesserte Sicherheit, Skalierbarkeit und Integrationsmöglichkeiten für Exchange Online-Daten bietet.
Technischer Hintergrund
Die Exchange Web Services (EWS)-API, eingeführt im Jahr 2007, war ein zentraler Baustein für Entwickler, die Anwendungen für die Interaktion mit Exchange Online – einschließlich E-Mail, Kalender und Kontakte – erstellten. Microsoft hat jedoch zunehmend den Fokus auf Microsoft Graph verlagert, eine einheitliche API, die den Zugriff auf Microsoft 365-Dienste wie Exchange Online, SharePoint und Teams konsolidiert.
Während EWS für lokale Exchange Server-Umgebungen weiterhin funktionieren wird, hat Microsoft erklärt, dass keine neuen Funktionen oder Sicherheitsupdates für die API in Exchange Online eingeführt werden. Unternehmen, die EWS für cloudbasierte Workflows nutzen, müssen auf Microsoft Graph umsteigen, um Unterbrechungen zu vermeiden.
Auswirkungen der Abschaltung
Die Abschaltung von EWS für Exchange Online betrifft:
- Drittanbieter-Anwendungen, die über EWS mit Exchange Online integrieren, einschließlich älterer E-Mail-Clients, Backup-Lösungen und Automatisierungstools.
- Unternehmens-Workflows, die auf EWS für Kalendersynchronisation, Kontaktmanagement oder E-Mail-Verarbeitung angewiesen sind.
- Entwickler, die bestehenden EWS-basierten Code an die Authentifizierungs- und Datenzugriffsmodelle von Microsoft Graph anpassen müssen.
Microsoft betont, dass der Wechsel zu Microsoft Graph verbesserte Sicherheit bietet, darunter moderne Authentifizierung (OAuth 2.0) und feingranulare Berechtigungen, was das Risiko unbefugter Zugriffe verringert.
Empfehlungen
- EWS-Abhängigkeiten prüfen: Unternehmen sollten alle Anwendungen und Dienste identifizieren, die auf EWS für Exchange Online angewiesen sind, und Migrationsmaßnahmen priorisieren.
- Microsofts Migrations-Tools nutzen: Microsoft stellt Dokumentation und Tools bereit, um den Übergang zu Microsoft Graph zu erleichtern.
- Microsoft Graph-Integrationen testen: Entwickler sollten neue Implementierungen in Staging-Umgebungen validieren, um Kompatibilität und Performance sicherzustellen.
- Microsofts Zeitplan überwachen: Bleiben Sie über mögliche Änderungen des Abschaltungszeitplans durch offizielle Ankündigungen von Microsoft informiert.
Nächste Schritte
Microsoft hat keine unmittelbaren Unterbrechungen angekündigt, doch Unternehmen sollten frühzeitig mit der Planung ihrer Migrationsstrategien beginnen, um den Stichtag April 2027 einzuhalten und Dienstunterbrechungen zu vermeiden. Weitere Unterstützung bietet Microsofts Migrationsressourcen für EWS zu Microsoft Graph.