Forschung

Tiefsee-Tintenfisch täuscht Pflanzen vor: Ein bizarres Verhalten von Kopffüßern entdeckt

2 Min. LesezeitQuelle: Schneier on Security

Forscher dokumentieren eine bisher unbekannte Tiefsee-Tintenfischart, die sich kopfüber im Sediment vergräbt, um Pflanzen zu imitieren – ein einzigartiges Verhalten in der Welt der Kopffüßer.

Neue Tintenfischart mit beispiellosem Verhalten entdeckt

Meereswissenschaftler haben eine bisher unbekannte Tiefsee-Tintenfischart dokumentiert, die ein Verhalten zeigt, das bei Kopffüßern noch nie beobachtet wurde: Sie vergräbt sich kopfüber im Sediment, um Pflanzen zu imitieren. Die Entdeckung erfolgte in der Clarion-Clipperton-Zone (CCZ), einer für den Tiefseebergbau vorgesehenen Region des Pazifischen Ozeans, in einer Tiefe von etwa 4.100 Metern (13.450 Fuß).

Technische Details der Entdeckung

Das Forschungsteam unter der Leitung der Tiefseeökologin Alejandra Mejía-Saenz von der Scottish Association for Marine Science (SAMS) filmte den Tintenfisch während einer Expedition in der CCZ. Das Exemplar, das als bisher unbeschriebene Art der Peitschen-Tintenfische identifiziert wurde, wurde mit fast dem gesamten Körper im Meeresbodensediment vergraben und kopfüber positioniert beobachtet. Sein Siphon und zwei verlängerte Tentakel ragten starr und aufrecht aus dem Sediment heraus und ähnelten pflanzlichen Strukturen.

"Dass es sich um einen Tintenfisch handelt und er sich in Schlamm vergräbt – das ist neu für Tintenfische, und die Tatsache, dass er kopfüber liegt," erklärte Mejía-Saenz gegenüber Live Science. "Wir hatten so etwas noch nie bei Kopffüßern gesehen…. Es war sehr ungewöhnlich und rätselhaft."

Die Ergebnisse wurden am 25. November in der Fachzeitschrift Ecology veröffentlicht (DOI:10.1002/ecy.70257). Das Verhalten könnte eine Form der Tarnung oder eine Jagdstrategie sein, allerdings sind weitere Untersuchungen nötig, um den genauen Zweck zu bestätigen.

Kontext und Umweltauswirkungen

Die Clarion-Clipperton-Zone, in der der Tintenfisch entdeckt wurde, ist ein Schwerpunkt für den Tiefseebergbau aufgrund ihrer reichen Vorkommen an polymetallischen Knollen. Diese Knollen enthalten wichtige Mineralien wie Kobalt, Nickel und Mangan, die für erneuerbare Energietechnologien stark nachgefragt werden. Die ökologischen Auswirkungen des Bergbaus in diesem unberührten und kaum erforschten Lebensraum sind jedoch Gegenstand intensiver Debatten unter Wissenschaftlern und Politikern.

Diese Entdeckung unterstreicht die großen Wissenslücken über Tiefsee-Ökosysteme und die Notwendigkeit umfassender Biodiversitätsstudien, bevor industrielle Aktivitäten in solchen fragilen Lebensräumen beginnen.

Aktuelle Themen in der Cybersicherheit

Obwohl dieser Beitrag der Friday Squid Blogging-Reihe sich auf Meeresbiologie konzentriert, erinnert er auch an die breitere Landschaft der Cybersicherheit. In den letzten Wochen gab es bedeutende Entwicklungen in der Bedrohungsanalyse, der Offenlegung von Schwachstellen und regulatorischen Änderungen. Sicherheitsexperten werden aufgefordert, über aufkommende Bedrohungen informiert zu bleiben, insbesondere solche, die kritische Infrastrukturen und Lieferketten betreffen.

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