Fortinet veröffentlicht dringende Richtlinien zu aktiven Exploits der kritischen Authentifizierungsumgehung CVE-2026-24858
Fortinet warnt vor aktiver Ausnutzung der schwerwiegenden Authentifizierungsumgehung CVE-2026-24858. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Netzwerk vor unbefugtem Zugriff schützen können.
Fortinet reagiert auf aktive Ausnutzung einer kritischen Authentifizierungsumgehung-Schwachstelle
Fortinet hat eine dringende Handlungsempfehlung veröffentlicht, um Organisationen bei der Abwehr laufender Angriffe zu unterstützen, die die schwerwiegende Authentifizierungsumgehung-Schwachstelle CVE-2026-24858 ausnutzen. Diese betrifft mehrere Fortinet-Produkte. Die US-amerikanische Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) veröffentlichte am 28. Januar 2026 eine Warnmeldung über die aktive Ausnutzung dieser Schwachstelle in freier Wildbahn.
Technische Details
Die Schwachstelle, verfolgt unter CVE-2026-24858 (CVSS-Score noch ausstehend), basiert auf CWE-288: Authentication Bypass Using an Alternate Path or Channel. Dieser Fehler ermöglicht es nicht authentifizierten Angreifern, Authentifizierungsmechanismen durch die Ausnutzung eines alternativen Zugriffspfads zu umgehen. Dadurch könnten sie unbefugten Zugriff auf sensible Systeme oder administrative Schnittstellen erlangen. Obwohl die betroffenen Produkte und Versionen noch nicht öffentlich bekannt gegeben wurden, deutet Fortinets Richtlinie darauf hin, dass das Problem eine Reihe seiner Sicherheits-Appliances und Software betrifft.
Zum jetzigen Zeitpunkt wurden keine öffentlichen Proof-of-Concept (PoC)-Exploits veröffentlicht. Die aktive Ausnutzung zeigt jedoch, dass Bedrohungsakteure bereits privaten Exploit-Code entwickelt haben. Die Warnmeldung der CISA unterstreicht die Dringlichkeit der Umsetzung von Gegenmaßnahmen, da die Schwachstelle ein erhebliches Risiko für Unternehmensnetzwerke darstellt, die auf Fortinet-Lösungen für die Perimetersicherheit angewiesen sind.
Auswirkungen-Analyse
Eine erfolgreiche Ausnutzung von CVE-2026-24858 könnte Angreifern ermöglichen:
- Unbefugten administrativen Zugriff auf Fortinet-Geräte zu erlangen
- Sicherheitskontrollen zu umgehen, um sich lateral im Netzwerk zu bewegen
- Sensible Daten zu exfiltrieren oder zusätzliche schädliche Payloads einzusetzen
- Kritische Sicherheitsoperationen zu stören, einschließlich Firewall-Regeln oder VPN-Konfigurationen
Angesichts der weitverbreiteten Nutzung von Fortinet in Unternehmens- und Regierungsnetzwerken stellt diese Schwachstelle ein hohes Risiko für Organisationen dar, die noch keine Patches oder Workarounds angewendet haben. Die Aufnahme dieser Schwachstelle in die Warnmeldung der CISA unterstreicht ihr Potenzial für den Missbrauch durch Advanced Persistent Threat (APT)-Gruppen und Cyberkriminelle.
Maßnahmen und Empfehlungen
Fortinet hat folgende Richtlinien zur Behebung von CVE-2026-24858 veröffentlicht:
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Patches sofort anwenden: Aktualisieren Sie betroffene Fortinet-Produkte auf die neuesten gepatchten Versionen, sobald diese verfügbar sind. Überwachen Sie Fortinets Security Advisory Portal auf Updates.
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Workarounds implementieren: Falls das Patchen nicht sofort möglich ist, sollten temporäre Maßnahmen ergriffen werden, wie:
- Deaktivierung verwundbarer Dienste oder Funktionen, wo möglich
- Einschränkung des Zugriffs auf administrative Schnittstellen durch Netzwerksegmentierung
- Durchsetzung strenger Zugriffskontrollen und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle privilegierten Konten
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Überwachung auf Exploit-Versuche: Setzen Sie Intrusion Detection/Prevention-Systeme (IDS/IPS) ein, um Exploit-Versuche zu erkennen und zu blockieren. Überprüfen Sie Protokolle auf ungewöhnliche Authentifizierungsmuster oder unbefugte Zugriffsversuche.
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CISA-Warnmeldung prüfen: Organisationen sollten die offizielle Warnmeldung der CISA für zusätzlichen Kontext und Updates konsultieren.
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Vorbereitung auf Incident Response: Stellen Sie sicher, dass Incident-Response-Teams auf die Untersuchung und Eindämmung potenzieller Sicherheitsverletzungen vorbereitet sind. Isolieren Sie betroffene Systeme, wenn eine Ausnutzung vermutet wird.
Fortinet und CISA werden voraussichtlich weitere Details veröffentlichen, sobald sich die Situation entwickelt. Sicherheitsteams wird empfohlen, diese Schwachstelle aufgrund ihrer aktiven Ausnutzung und kritischen Schwere als höchste Priorität zu behandeln.