Kritische RCE-Schwachstelle im Docker-KI-Assistenten ermöglicht Datendiebstahl
Sicherheitsforscher entdecken eine kritische Schwachstelle in DockerDash, die Remote Code Execution und Datendiebstahl ermöglicht. Erfahren Sie, wie Sie Ihr System schützen können.
Kritische Sicherheitslücke im Docker-KI-Assistenten ermöglicht Remote Code Execution und Datendiebstahl
Sicherheitsforscher haben eine kritische Schwachstelle in DockerDash, dem KI-gestützten Assistenten für Docker-Umgebungen, identifiziert. Die Lücke könnte Angreifern ermöglichen, beliebigen Code remote auszuführen und sensible Daten zu stehlen. Ursache ist ein kontextuelles Vertrauensproblem in der MCP-Gateway-Architektur, bei dem Anweisungen ohne ausreichende Validierung weitergeleitet werden.
Technische Details
Die Schwachstelle befindet sich im MCP (Multi-Context Processing) Gateway von DockerDash, einer Komponente, die für die Verarbeitung KI-gestützter Befehle innerhalb von Docker-Workflows verantwortlich ist. Aufgrund unzureichender Eingabevalidierung können Angreifer manipulierte Anweisungen injizieren, die Sicherheitskontrollen umgehen und zu folgenden Szenarien führen:
- Remote Code Execution (RCE) – Unautorisierte Ausführung von Befehlen auf betroffenen Systemen.
- Datenexfiltration – Diebstahl sensibler Informationen, einschließlich Container-Konfigurationen, Anmeldedaten und proprietärer Daten.
Zum Zeitpunkt der Meldung wurde dieser Schwachstelle noch keine CVE-ID zugewiesen. Docker und Sicherheitsteams untersuchen das Problem jedoch aktiv.
Auswirkungsanalyse
Die Sicherheitslücke stellt ein hohes Risiko für Unternehmen dar, die DockerDash für die automatisierte Container-Verwaltung und KI-gestützte Entwicklung nutzen. Eine Ausnutzung könnte folgende Konsequenzen haben:
- Kompromittierung containerisierter Umgebungen – Angreifer erhalten Kontrolle über Docker-Hosts und Orchestrierungsplattformen.
- Angriffe auf die Lieferkette – Einschleusen von Schadcode in CI/CD-Pipelines oder Container-Images.
- Privilegienerweiterung – Unautorisierter Zugriff auf erweiterte Berechtigungen innerhalb betroffener Systeme.
Da Docker in Unternehmen und cloud-nativen Umgebungen weit verbreitet ist, könnte die Schwachstelle weitreichende Folgen für DevOps- und Sicherheitsteams haben.
Empfehlungen für Sicherheitsteams
Bis ein Patch verfügbar ist, sollten Unternehmen, die DockerDash nutzen, folgende Maßnahmen ergreifen:
- Deaktivieren Sie den KI-Assistenten, bis ein offizieller Fix veröffentlicht wird.
- Überwachen Sie den Netzwerkverkehr auf verdächtige Aktivitäten, insbesondere ausgehende Verbindungen von Docker-Hosts.
- Prüfen Sie Container-Logs auf unautorisierte Befehlsausführungen oder ungewöhnliches Verhalten.
- Implementieren Sie das Prinzip der geringsten Privilegien, um potenzielle Schäden durch Ausnutzung zu begrenzen.
- Verfolgen Sie die Sicherheitshinweise von Docker, um Updates zu Minderungs- und Behebungsmaßnahmen zu erhalten.
SecurityWeek wird weitere Updates bereitstellen, sobald neue Details bekannt werden. Bis dahin sollten Teams diese Schwachstelle als kritisches Risiko behandeln, das sofortige Aufmerksamkeit erfordert.
Originalbericht von Ionut Arghire für SecurityWeek.