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Kritische Cisco SD-WAN Zero-Day-Lücke CVE-2026-20127 seit 2023 für Admin-Zugriff ausgenutzt

2 Min. LesezeitQuelle: The Hacker News
CVE-2026-20127

Cisco warnt vor einer kritischen Authentifizierungslücke (CVE-2026-20127, CVSS 10.0) in SD-WAN-Controllern, die seit 2023 aktiv ausgenutzt wird. Erfahren Sie, wie Sie Ihr Netzwerk schützen können.

Kritische Cisco SD-WAN Zero-Day-Lücke seit 2023 aktiv ausgenutzt

Cisco hat eine schwerwiegende Authentifizierungs-Umgehungslücke in seinen Plattformen Catalyst SD-WAN Controller (ehemals vSmart) und Catalyst SD-WAN Manager (ehemals vManage) offengelegt. Die Sicherheitslücke, die unter der Bezeichnung CVE-2026-20127 (CVSS-Score: 10.0) geführt wird, wird seit mindestens 2023 aktiv ausgenutzt. Sie ermöglicht es nicht authentifizierten Angreifern aus der Ferne, die Authentifizierung zu umgehen und administrativen Zugriff auf betroffene Systeme zu erlangen.

Technische Details

  • Sicherheitslücken-ID: CVE-2026-20127
  • CVSS-Score: 10.0 (Kritisch)
  • Betroffene Produkte:
    • Cisco Catalyst SD-WAN Controller (vSmart)
    • Cisco Catalyst SD-WAN Manager (vManage)
  • Angriffsvektor: Remote, nicht authentifizierte Ausnutzung
  • Auswirkung: Vollständiger administrativer Zugriff auf die SD-WAN-Infrastruktur

Die Schwachstelle resultiert aus unzureichenden Authentifizierungskontrollen in der SD-WAN-Management-Schnittstelle, die es Angreifern ermöglicht, beliebige Befehle mit erhöhten Privilegien auszuführen. Cisco hat bisher noch keinen Patch veröffentlicht, bestätigt jedoch laufende Ausnutzungsversuche in freier Wildbahn, wobei Bedrohungsakteure die Lücke seit 2023 ausnutzen.

Auswirkungen-Analyse

Die Ausnutzung von CVE-2026-20127 birgt erhebliche Risiken für Unternehmensnetzwerke, darunter:

  • Unautorisierter administrativer Zugriff auf SD-WAN-Controller und -Manager
  • Laterale Bewegung innerhalb kompromittierter Netzwerke
  • Datenexfiltration oder Manipulation von SD-WAN-Konfigurationen
  • Möglichkeit für persistente Backdoors in kritischer Netzwerkinfrastruktur

Aufgrund der CVSS-Bewertung von 10.0 werden Organisationen, die betroffene Cisco SD-WAN-Lösungen nutzen, dringend aufgefordert, verdächtige Aktivitäten zu überwachen und sofortige Maßnahmen zur Schadensbegrenzung zu ergreifen, sobald diese verfügbar sind.

Empfehlungen

  1. Netzwerkverkehr überwachen: Setzen Sie Intrusion Detection/Prevention-Systeme (IDS/IPS) ein, um Ausnutzungsversuche zu identifizieren.
  2. Zugriff einschränken: Begrenzen Sie die Exposition der SD-WAN-Management-Schnittstellen auf vertrauenswürdige Netzwerke.
  3. Protokolle überprüfen: Überprüfen Sie Authentifizierungsprotokolle auf anomale Aktivitäten, insbesondere nicht authentifizierte Zugriffsversuche.
  4. Patches anwenden: Priorisieren Sie das Patchen der betroffenen Cisco SD-WAN-Komponenten, sobald diese verfügbar sind.
  5. Netzwerke segmentieren: Isolieren Sie SD-WAN-Managementsysteme von weniger kritischen Netzwerksegmenten.

Cisco wird voraussichtlich in den kommenden Tagen ein Sicherheitsbulletin mit Details zum Patch veröffentlichen. Sicherheitsteams sollten wachsam bleiben und auf Updates achten sowie kompensierende Kontrollen in der Zwischenzeit implementieren.

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