CERT-Hinweise

Kritische Authentifizierungsschwachstelle in Avation Light Engine Pro ermöglicht Remote-Angriffe

2 Min. LesezeitQuelle: INCIBE-CERT

INCIBE warnt vor einer schwerwiegenden Authentifizierungslücke (CVE-2026-XXXX) in Avation Light Engine Pro, die unautorisierten Zugriff auf industrielle Beleuchtungssysteme ermöglicht. Sofortmaßnahmen empfohlen.

Authentifizierungs-Umgehungslücke in Avation Light Engine Pro entdeckt

Das Spanische Nationale Institut für Cybersicherheit (INCIBE) hat eine dringende Warnung vor einer kritischen Authentifizierungsschwachstelle in Avation Light Engine Pro herausgegeben. Das System wird häufig zur Steuerung von Beleuchtungsanlagen in industriellen und gewerblichen Umgebungen eingesetzt. Die als CVE-2026-XXXX geführte Sicherheitslücke ermöglicht es nicht authentifizierten Angreifern, aus der Ferne auf betroffene Systeme zuzugreifen und stellt damit ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Technische Details

Die Schwachstelle resultiert aus einem fehlenden Authentifizierungsmechanismus in der Weboberfläche und den API-Endpunkten von Light Engine Pro. Angreifer mit Netzwerkzugriff auf das Gerät können diese Lücke ausnutzen, um:

  • die Authentifizierung vollständig zu umgehen,
  • unbefugte Befehle auszuführen,
  • die Kontrolle über die Beleuchtungsinfrastruktur zu übernehmen,
  • potenziell auf andere vernetzte Systeme überzugreifen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sind spezifische technische Details zur Exploit-Kette nicht bekannt gegeben worden, um Missbrauch zu verhindern. Sicherheitsforscher betonen jedoch, dass die Schwachstelle ohne fortgeschrittene technische Kenntnisse trivial ausnutzbar ist.

Auswirkungsanalyse

Das Fehlen einer Authentifizierung in Light Engine Pro eröffnet mehrere Angriffsvektoren:

  • Unautorisierter Zugriff: Remote-Angreifer können Beleuchtungssysteme manipulieren und so den Betrieb in kritischen Infrastrukturen (z. B. Krankenhäusern, Rechenzentren oder Produktionsanlagen) stören.
  • Laterale Bewegung: Kompromittierte Beleuchtungssysteme könnten als Einfallstor für die Infiltration größerer OT/IT-Netzwerke dienen.
  • Denial-of-Service (DoS): Angreifer könnten die Beleuchtungssteuerung deaktivieren, was zu Betriebsstörungen oder Sicherheitsrisiken führen kann.

INCIBE hat diese Schwachstelle aufgrund ihres Potenzials für eine weitreichende Ausnutzung in industriellen Umgebungen als hochkritisch eingestuft.

Empfehlungen

INCIBE und Avation fordern betroffene Organisationen auf, umgehend folgende Maßnahmen zu ergreifen:

  1. Patches anwenden: Avation wird voraussichtlich ein Firmware-Update veröffentlichen, das die Schwachstelle behebt. Nutzer sollten die offiziellen Kanäle des Herstellers überwachen.
  2. Netzwerksegmentierung: Isolieren Sie Light Engine Pro-Geräte von Unternehmensnetzwerken und kritischen Systemen mithilfe von VLANs oder Firewalls.
  3. Zugriffskontrollen: Beschränken Sie den Netzwerkzugriff auf die Weboberfläche und API des Geräts durch IP-Whitelisting oder VPNs.
  4. Überwachung: Setzen Sie Intrusion-Detection-Systeme (IDS) ein, um anomalen Datenverkehr zu erkennen, der auf Light Engine Pro-Geräte abzielt.
  5. Temporäre Maßnahmen: Deaktivieren Sie den Fernzugriff auf das Gerät, falls Patches nicht sofort verfügbar sind.

Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen INCIBE-Warnmeldung.

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