Google veröffentlicht OSV-Scanner V2: Fortschrittliches Tool für Open-Source-Schwachstellenmanagement
Google stellt OSV-Scanner V2.0.0 vor – ein leistungsstarkes Open-Source-Tool zur Erkennung und Behebung von Schwachstellen in Abhängigkeiten und Containern. Jetzt mit HTML-Berichten und geführter Behebung.
Google Open Source Security Team präsentiert OSV-Scanner V2.0.0
Rex Pan und Xueqin Cui vom Open Source Security Team von Google haben die allgemeine Verfügbarkeit von OSV-Scanner V2.0.0 angekündigt – ein bedeutendes Upgrade der Open-Source-Plattform für Schwachstellenmanagement. Diese Version integriert die Fähigkeiten von OSV-SCALIBR und erweitert die Unterstützung für Abhängigkeitsextraktion, Container-Scanning und Behebungsworkflows über mehrere Ökosysteme hinweg.
Wichtige Verbesserungen in OSV-Scanner V2
OSV-Scanner V2 baut auf den Grundlagen seines Vorgängers (veröffentlicht im Dezember 2022) und OSV-SCALIBR (Anfang dieses Jahres als Open Source veröffentlicht) auf und bietet ein einheitliches Tool zur Erkennung und Behebung von Schwachstellen. Das Update führt drei zentrale Fortschritte ein:
1. Erweiterte Abhängigkeitsextraktion mit OSV-SCALIBR
OSV-Scanner dient nun als offizielle CLI für die OSV-SCALIBR-Bibliothek und unterstützt:
- Quellmanifeste und Lockfiles:
- .NET (
deps.json) - Python (
uv.lock) - JavaScript (
bun.lock) - Haskell (
cabal.project.freeze,stack.yaml.lock)
- .NET (
- Artefakte:
- Node-Module, Python-Wheels, Java-Uber-JARs und Go-Binärdateien
2. Ebenenbewusstes Container-Scanning
Das Tool bietet nun umfassendes, ebenenbewusstes Scanning für Debian-, Ubuntu- und Alpine-Container-Images mit:
- Identifizierung der Ebenen, in denen Pakete eingeführt wurden
- Ebenenverlauf und Befehlsverfolgung
- Erkennung von Basis-Images (über deps.dev API)
- OS/Distributions-Fingerprinting
- Filterung nicht relevanter Schwachstellen
Unterstützte Ökosysteme:
- Distributionen: Alpine, Debian, Ubuntu
- Sprachen: Go, Java, Node.js, Python
3. Interaktive HTML-Ausgabe und geführte Behebung
- HTML-Berichte enthalten nun:
- Aufschlüsselung nach Schweregrad und Filterung
- Isolierung von Schwachstellen nach Paket/ID
- Ebenenspezifische Einblicke für Container
- Geführte Behebung (zuvor für npm verfügbar) unterstützt nun Maven
pom.xmlund ermöglicht:- Direkte und transitive Abhängigkeitsupdates
- Überschreibungen des Abhängigkeitsmanagements
- Integration privater Registries
- Maschinenlesbare Ausgabe für Workflow-Automatisierung
Roadmap und zukünftige Entwicklungen
Google skizzierte mehrere bevorstehende Initiativen:
- OSV-SCALIBR-Konvergenz: Vollständige Integration der OSV-SCALIBR-Funktionen in die OSV-Scanner-CLI
- Erweiterte Ökosystemunterstützung: Zusätzliche Sprachen für geführte Behebung und breitere Lockfile-Kompatibilität
- Vollständige Dateisystemverantwortlichkeit: Verfolgung von seitlich geladenen Binärdateien in Container-Images
- Erreichbarkeitsanalyse: Tiefere Bewertung der Schwachstellenauswirkungen
- VEX-Unterstützung: Übernahme von Vulnerability Exchange (VEX)-Standards für verbesserte Zusammenarbeit
Erste Schritte
OSV-Scanner V2 ist über GitHub zum Download verfügbar. Das Tool bleibt Teil des breiteren Open-Source-Sicherheitsökosystems von Google, zu dem auch die OSV.dev-Schwachstellendatenbank gehört.
Für Sicherheitsteams adressiert das Update langjährige Herausforderungen in der Container-Sicherheit und im Management transitiver Abhängigkeiten, während das HTML-Ausgabeformat die Handlungsfähigkeit für Entwickler und Auditoren gleichermaßen verbessert.